Grußworte

Begrüßung durch die Gemeinde, die Stadt Dortmund, den Bezirksbürgermeister und die Sparkasse

Grußwort der Gemeinde

Foto: Oliver Schaper
Foto: Oliver Schaper

Die Orgel in der Großen Kirche Aplerbeck wird 150 Jahre alt. Ein Jahr nach Fertigstellung der Kirche hatte die Firma Schulze aus Paulinzella die prachtvolle Orgel fertig gestellt. Seitdem hat sie eine wechselvolle Geschichte hintersich gebracht, und wir sind froh, dass sie die Zeiten weitgehend unbeschadet überstanden hat. Mit ihr halten Georgs-Kirchengemeinde, Stadtbezirk Aplerbeck, ja die Stadt Dortmund einen wahren Schatz in Händen. Doch die Schulze-Orgel hat keineswegs nur einehistorische Bedeutung. Als „Königin der Instrumente“ begleitet sie jedes Jahr zahlreiche große und kleine Konzerte, Festgottesdienste und Konfirmationen, Trauerfeiern und Andachten. Ihre Klangfülle reicht dabei von leisen, meditativen Klängen über die schwungvolle Begleitung von Kirchenliedern bis hin zu raumfüllenden Klangerlebnissen. Historische und musikalische Bedeutung verweisen freilich gleichermaßen auf ihre eigentliche Bestimmung, wie sie im 105. Psalm zum Ausdruck gebracht wird: „Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern! Singet ihm und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmet seinen heiligen Namen!“

Die Evangelische Georgs-Kirchengemeinde freut sich, dass ihr Kantor Norbert Staschik als Meister dieses Instruments das Jubiläum zum Anlass genommen hat, einen ganzen „Aplerbecker Orgelherbst“ zu organisieren. Neben der 1978 fertig gestellten Klais-Orgel in der Evangelischen Kirche Sölde, die in unserer Gemeinde ein kleines Jubiläum von 10 Jahren feiert, werden Orgeln in den katholischen und evangelischen Schwestergemeinden der Umgebung erklingen. So wird die Jubiläums-Orgel in der Großen Kirche inmitten der vielfältigen Orgellandschaft des Stadtbezirks in einen vielstimmigen, ökumenischen Jubelruf einstimmen.

Pfarrer Dr. Johannes Majoros-Danowski


Grußwort der Stadt Dortmund

Foto: Jörg Stüdemann
Foto: Jörg Stüdemann

Eine Stadt überrascht -

Die Dortmunder Orgelvielfalt verbindet

 

Dortmund hat viele Schätze. Häufig werden diese erst beachtet, wenn sie zu einem besonderen Anlass in den Mittelpunkt gerückt werden. So ist es auch mit der Orgel in der Großen Kirche in Aplerbeck, deren Einweihung vor 150 Jahren am 31.10.1870 erfolgte. Dortmund kann stolz sein, dass dieses Instrument aus der Orgelwerkstatt Schulze erhalten wurde und jetzt Mittelpunkt des Festivals ist, bei dem aber auch weitere Orgeln des Stadtbezirks einbezogen werden.

Darüber hinaus lenkt das Festival auch den Blick darauf, dass es in Dortmund eine große und vielfältige Orgellandschaft gibt, bei denen die „Königin der Instrumente“ in vielfältiger Weise Menschen berührt und verbindet. Immer war gemeinschaftliches Handeln und Verantwortung über Jahre hinweg erforderlich, damit ein solches Instrument finanziert und realisiert werden konnte. So kann davon ausgegangen werden, dass in Dortmund mehr als 200 Pfeiffen-Orgeln vorhanden sind. 152 Kirchen sind mit einer Orgel ausgestattet, manche sogar mit mehreren. Weitere Standorte sind Kapellen, wie z.B. in Kapellen in Krankenhäusern und Friedhöfen, in Schulen, Privathäusern und auch im Konzerthaus Dortmund.

Ein Teil der vielfältigen stimmungsmäßigen Wirkungsmöglichkeiten wird in der kompakten Konzertreihe exemplarisch erlebbar sein, die zudem eine begrüßenswerte weitere partnerschaftliche Brücke in Dortmunds Partnerstadt Leeds wirft, mit der in diesem Jahr das 50jährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert wird. Eine Schulze-Orgel findet sich ebenfalls ins Leeds. Es erfreut ganz besonders, dass Graham Barber, Organist in Leeds, das Eröffnungskonzert am 10.11. gestaltet und so die Verbundenheit zwischen beiden Städten verdeutlicht.

Orgelklang verbindet – ich bin sicher, dass der Aplerbecker-Orgelherbst 2020 mit seinem vielfältigen Programm dazu beitragen wird. Allen, die an der Organisation, an der Durchführung und an der Unterstützung des Orgelherbstes beteiligt sind, möchte ich herzlich Danke sagen. Ich wünsche dem Projekt einen guten Publikumszuspruch.

Ihr Jörg Stüdemann

Dezernent für Finanzen, Liegenschaften und Kultur


Grußwort des Bezirksbürgermeisters

Foto: Jürgen Schädel
Foto: Jürgen Schädel

Liebe Aplerbeckerinnen, liebe Aplerbecker,
liebe Gäste des Aplerbecker-Orgelherbstes!

150 Jahre alt wird die Schulze-Paulinzella-Orgel in der Großen Kirche Aplerbeck in diesem für uns alle schwierigen Jahr 2020.

Daher ist es ein schöner Anlass,um ein Orgelfestival in Dortmund-Aplerbeck zu veranstalten. Ich freue mich besonders, dass die evangelische und katholische Gemeinde aus Aplerbeck daran beteiligt ist.

10 Veranstaltungen mit 4 Orgeln bringen uns Aplerbeckern*innen dieses herrliche Instrument nahe. Ich freue mich, dass wir alle in den Konzerten mit „der Königin der Instrumente“, wie die Orgel seit vielen Jahrhunderten genannt wird, teilnehmen können und diese Vielfalt erleben dürfen.

Hierfür herzlichen Dank an die Evangelische Georgs-Kirchengemeinde Dortmund. Ich möchte Sie einladen, diese Angebote wahrzunehmen und sich an der Musik zu erfreuen.

Da alle Veranstaltungen ohne Eintritt zu genießen sind, möchte ich Sie ermuntern, an diesen Tagen für ein Hilfsprojekt der Weltgruppe Aplerbeck zur Bekämpfung der Wassernot in Bondo/Kenya zu spenden.

Ich wünsche Ihnen und uns allen eine tolle musikalische Entdeckungsreise in Aplerbeck.

Jürgen Schädel
Bezirksbürgermeister


Grußwort der Sparkasse Dortmund

Foto: Peter Orth
Foto: Peter Orth

Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac schwärmte einst für die Orgel: „[Sie] ist ohne Zweifel das größte, das kühnste und das herrlichste aller von menschlichem Geist erschaffenen Instrumente, sie ist ein ganzes Orchester, von dem eine geschickte Hand alles verlangen, auf dem sie alles ausführen kann.“

Begeisterung für dieses besondere Musikinstrument treibt auch die Organisatoren des Aplerbecker Orgelherbstes an. Die Orgel-Schätze des Stadtbezirks, so das Ziel, sollen mehr öffentliche Wertschätzung erfahren. Schon immer waren Menschen von diesem Instrument fasziniert.

Ein Grieche erfand das erste orgelartige Instrument. Später wurde es von den Römern zur musikalischen Begleitung ihrer Arenenkämpfe genutzt. Erst viele Jahrhunderte danach wurde die Orgel zu demMusikinstrument für Kirchenmusik. Aber auch dann gab es eine Zeit, in der die Orgel der Unterhaltung diente, wie in der Stummfilmzeit des Kinos. Heute gibt es nur noch wenige ältere Orgeln, die in ihrer originalen Struktur erhalten geblieben sind.

Gern unterstützt die Sparkasse ein ambitioniertes Projekt wie das Orgelfestival in Aplerbeck. Es ist eine Bereicherung für das kulturelle Leben eines Stadtbezirkes. Und es ist eine gute Gelegenheit für die Sparkasse, mit diesem Engagement etwas Gutes für die Bürgerinnen und Bürger zu tun.

Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihr Peter Orth, Vorstandsmitglied der Sparkasse

Angebot der

Evangelischen Georgs-Kirchengemeinde Dortmund
Ruinenstr. 37
44287 Dortmund
Tel. 0231 222269-11